30.01.2008 / Antifa / Seite 15

Ein Fund im Depot

Sie half John Heartfield, Hedda Zinner, Stefan Heym und Willi Bredel. Ausstellung zum 100. Geburtstag der antifaschistischen Prager Künstlerin Hella Guth

René Senenko
Es liegt einige Jahre zurück, als ich in den umfangreichen Akten zum Reichstagsbrandprozeß auf eine Solidaritätspostkarte stieß. In Prag aufgegeben, forderten die Absender vom Leipziger Reichsgericht die Freilassung der Angeklagten Ernst Torgler, Georgi Dimitroff und Genossen. Zwar gab es in den Akten viele Protestbriefe und Telegramme, aber die eindrucksvolle Collage des Kartenmotivs stammte, wie sich herausstellte, von der Prager Künstlerin Hella Guth. Erst vor kurzem wurden im Depot des Jüdischen Museums in Prag Graphiken der Malerin wiederentdeckt.

Wer war Hella Guth? Die am 16.Februar vor 100 Jahren in Westböhmen geborene Jüdin zog es nach einem Kunstgewerbestudium in Wien nach Prag. Die moderne Metropole übte in den 20er und 30er Jahren eine große Anziehungskraft auf junge Künstler aus. Dort fand sie als Grafikerin Arbeit. Doch der Sinn stand ihr eher nach einem selbstbestimmten Leben. Sie schloß sich gleichgesinnten jungen Künstlern an. Später sagte...

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