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29.01.2008 / Inland / Seite 5

Kein Respekt in Köln

Nach tödlichem Streit: Migranten fordern Aufklärung und Gerechtigkeit. Bürgermeister und Stadverwaltung ­antworten mit Polizeistaatsmanövern

Dieter Schröbcke
Seit einer Woche demonstrieren jeden Abend mehrere hundert junge Migranten im Kölner Stadtteil Kalk. Sie fordern »Gerechtigkeit«. Anlaß der Proteste überwiegend arabischer, kurdischer und türkischer Jugendlicher ist der Tod des 17jährigen Salih. Er wurde am 18. Januar von einem 20jährigen Rußlanddeutschen auf der Hauptstraße des Viertels erstochen, laut Aussagen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Notwehr, weil der junge Marokkaner versucht habe, den Rußlanddeutschen auszurauben.

»Es kann nicht sein, daß die Staatsanwaltschaft nur acht Stunden braucht, um festzustellen, daß es Notwehr war«, zitierte der Kölner Stadtanzeiger am Freitag einen der Organisatoren der Proteste, den 23jährigen Kemal Düzardic. »Das muß genauer untersucht werden. Wir wollen, daß alle Menschen Gerechtigkeit erfahren, es geht nicht um Deutsche oder Ausländer. Wir würden auch für Hans oder Toni auf die Straße gehen.«

Einige bezeichnen den 20jährigen, der zugestochen hat, als »Mörder«...



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