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29.01.2008 / Inland / Seite 8

»Keine Steuergelder für Religion und Gotteshäuser«

Eine rechte türkische Wählerinitiative versucht, in München Kandidaten aller Parteien für Lobbyarbeit zu gewinnen. Ein Gespräch mit Orhan Akman

Claudia Wangerin
Orhan Akman kandidiert in München zu den bayerischen Kommunalwahlen am 2. März auf Listenplatz 2 der Partei Die Linke. Er ist hauptamtlicher Sekretär der Gewerkschaft ver.di im Fachbereich Handel

Sie haben am Freitag an einer Podiumsdiskussion der »Türkischen Initiative für Kommunalwahlen in München« in den Räumen der botschaftsnahen DITIM-Gemeinde teilgenommen. Was war der Sinn dieser Veranstaltung?

Hauptproblem war, daß die Kandidaten nicht aufgrund ihres Parteiprogramms und ihrer inhaltlichen Positionen eingeladen worden waren, sondern aufgrund ihrer türkischen Namen. Die DITIM-Gemeinde ging anscheinend davon aus, daß wir wegen unserer Abstammung alle möglichen Projekte der türkischen Community fördern und Lobbyarbeit für sie betreiben würden.

Wie stehen Sie dazu?

Das sehe ich grundlegend anders. Nicht nur, weil ich in der Türkei als eines von fünf Kindern einer kurdischen Familie geboren wurde und erst in der Grundschule Türkisch gelernt habe. Mir ...

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