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28.01.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Noch ist nichts verloren

Der dänische Konzern DONG Energy will bei Greifswald ein gigantisches Kohlekraftwerk bauen. Grüne und Linke protestieren, Bürgerinitivativen erfahren massiven Zulauf

Wolfgang Pomrehn
Es riecht nach frischem Holz. Am Wegesrand sind Holzstämme aufgestapelt, an einer Stelle türmt sich das Wurzelwerk gerodeter Kiefern. Kurz vor Weihnachten haben Arbeiter der bundeseigenen Energiewerke Nord damit begonnen, eine breite Schneise durch den Wald zu schlagen. Hier an der vorpommerschen Osteeküste, unweit von Greifswald, direkt neben dem Standort des stillgelegten Atomkraftwerkes Lubmin, soll ein neues Kohlekraftwerk entstehen. Zwei 800-Megawatt-Blöcke mit einer Höhe von 120 Metern. Ein Vorhaben der Superlative, das der dänische Konzern DONG Energy da mit dem Segen der Landesregierung in Schwerin plant. Die Kesselhäuser und die bis zu 180 Meter hohen Schornsteine wären noch auf Rügen, auf der anderen Seite des Greifswalder Boddens, zu sehen. Und natürlich erst recht im Seebad Lubmin, das nur einen guten Kilometer weiter westlich an der Küste liegt. Der produzierte Strom würde den Bedarf der dünn besiedelten und industriearmen Region weit überste...

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