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26.01.2008 / Ausland / Seite 6

Etikettenschwindel in Kenia

Karikatur der Demokratie: Wer für die USA die »Guten« sind und warum sie Wahlen fälschen dürfen

Mumia Abu-Jamal
Während die Weltöffentlichkeit auf ein positives Ergebnis der Bemühungen Kofi Annans hofft, zwischen Regierung und Opposition in Kenia zu vermitteln, bleibt die bittere Tatsache, daß der kenianische Staatsapparat mit Gewalt gegen die Opponenten des Regimes von Mwai Kibaki vorgegangen ist. Gegen Demonstranten wurden nicht nur Tränengasgranaten eingesetzt, sondern es wurde auch scharf geschossen. Damit wurde der legitime Protest gegen eine manipulierte Präsidentenwahl zum Schwerverbrechen erklärt. Soviel zum Thema »Demokratie« in Kenia.

Seit Generationen haben die westlichen Eliten, also die vorgeblichen Verfechter der Menschenrechte und der Demokratie aus Europa und den USA, einigen offensichtlichen Karikaturen der »Demokratie« auf dem afrikanischen Kontinent ihren Segen erteilt. Äußerlichkeiten wie ein formales Mehrparteiensystem und die Zulassung von ausländischen Wahlbeobachtern wurden bereits als Ausdruck demokratischer Verhältnisse gutgeheißen. Weil di...

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