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05.01.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Ich habe den Fall übernommen, um einen Freispruch zu erreichen«

Gespräch mit Robert R. Bryan. Über seine Arbeit als Anwalt gegen die Todesstrafe und über Hintergründe des Ringens um einen neuen Prozeß für Mumia Abu-Jamal

Jürgen Heiser
Robert R. Bryan aus San Francisco, USA, ist seit über 30 Jahren Fachanwalt für Todesstrafenverfahren und hat darüber zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und -büchern veröffentlicht. Seit Januar 2003 leitet er das Team der Vertrauensanwälte, die für ihren Mandanten Mumia Abu-Jamal vor den US-Bundesgerichten eine Aufhebung des 1982 verhängten Todesurteils und die Wiederaufnahme des Verfahrens erreichen wollen.

Sie sind als Anwalt seit über 30 Jahren in Todesstrafenverfahren tätig. Warum haben Sie sich auf diesen Bereich des Strafrechts spezialisiert?

Ich bin in Alabama in den Südstaaten der USA aufgewachsen. Schon als Kind hat es mich verstört, daß Menschen allein wegen ihrer Hautfarbe und wegen ihrer Armut diskriminiert werden. Gegen dieses Unrecht wollte ich etwas tun. Deshalb fing ich nach der Schule an, Jura zu studieren. Im November 1963 war Präsident John F. Kennedy ermordet worden. Diese Zeit veränderte mich persönlich sehr stark, mir wurden die ...

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