27.12.2007 / Thema / Seite 12

Kollektive Kunst

Diego Riveras kritisches Portrait Amerikas. Teil II: Von Cézanne zum Fresko.

Hans G Helms
Diego Riveras Arbeiten aus seiner Lehrzeit an der Academia San Carlos und Ausstellungen seines Frühwerks hatten die Aufmerksamkeit von Fachleuten und Sammlern auf seine ungewöhnliche Begabung gelenkt. Der Gouverneur von Vera­cruz, ein Verehrer, verschaffte dem Jüngling ein staatliches Stipendium zu mehrjährigen Studien in Europa. Im Januar 1907 reiste Rivera nach Spanien.

In Madrid nahm er Unterricht bei dem Portraitisten Eduardo Chicharro. Im Prado analysierte und kopierte er mit wahrer Besessenheit alles, was er von Goya vorfand. Neben Goya studierte er Werke von El Greco, Velázquez, Cranach, Bosch und dem älteren Bruegel. Die Anregungen, die er vor allem von Goya, aber auch von El Greco, Bosch und dem Bauernbruegel empfangen hatte, sind in seinen mexikanischen Fresken nicht zu übersehen. Wie in seiner Heimat schleppte Diego oftmals eine kollapsible Staffelei und Malutensilien übers Land, um die Natur und das dörfliche Leben aufzufangen. Mit Chicharro re...

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