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19.12.2007 / Ausland / Seite 7

Rattenrennen in die Eurozone

Bilanzen 2007. Heute: Osteuropa. Wer in die EU will, ist zu rigiden Sparmaßnahmen und Privatisierungen gezwungen

Tomasz Konicz
Der Elendsmarsch einiger Länder der mittelosteuropäischen Peripherie will kein Ende nehmen. Beispiel Tschechische Republik: Ende November erklärte der dortige Premier Mirek Topolanek bei einem Fernsehgespräch mit seinen slowakischen Amtskollegen Robert Fico, es sei »unrealistisch«, den Euro in seinem Land bis zum Jahr 2012 einzuführen. Um alle Bedingungen für den Beitritt zur Eurozone zu erfüllen, müsse das Rentensystem und das Gesundheitswesen zunächst »reformiert« werden, so Tschechiens konservativer Regierungs­chef.

Die Auseinandersetzungen um das von Topolanek aufgelegte extreme Spar- und Umverteilungsprogramm hatten an der Moldau in den Vormonaten die innenpolitischen Debatten geprägt. Als die tschechische Koalition aus Konservativen, Christdemokraten und »Grünen« ihre Verelendungsreform auf den Weg brachte, wurde noch mit einer Aufnahme in die Eurozone 2010 gerechnet. Um das tschechische Haushaltsdefizit von derzeit vier Prozent unter die in den EU-»...

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