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06.12.2007 / Thema / Seite 10

Der Papst und die anderen

Nur wer glaubt, was Benedikt XVI. glaubt, hofft richtig. Gedanken einer Ketzerin zu seiner zweiten Enzyklika

Uta Ranke-Heinemann
Spe Salvi« (deutscher Titel: »Über die christliche Hoffnung«), die am 30. November veröffentlichte zweite Enzyklika Papst Benedikts XVI., richtet sich: »An die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die gottgeweihten Personen und an alle Christgläubigen.« Der zölibatäre Papst also richtet sich an vier Gruppen von Zölibatären, im ganzen sind das nun schon fünf Sorten von Zölibatären. Und dann wendet er sich an die letzte Gruppe, an »alle Christgläubigen«. Christen, die nicht glauben können, sondern nur lieben und hoffen, werden gar nicht angesprochen. Der Papst sagt, der Glaube sei »›Beweis‹ für das noch nicht zu Sehende«. Und eben einen Beweis für ein ewiges, glückliches Leben nach ihrem Tod sehen viele Christen nicht. Und das Ende der Enzyklika ist ein langes Gebet an »Maria, Stern der Hoffnung ... So verstehen wir das heilige Erschrecken, das dich überfiel, als der Engel Gottes in deine Stube trat und dir sagte...« Ja, nun sind noch ein...

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