Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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24.11.2007 / Ausland / Seite 8

»Da werden SS-Leute auf einmal zu Freiheitskämpfern«

Nach Entsorgung antifaschistischen Mahnmals plant Estland Ehrung sogenannter Unabhängigkeitsbewegung. Ein Gespräch mit Igor Iwanow

Ruth Firmenich

In Estland soll ein »Denkmal für die nationale Unabhängigkeitsbewegung« errichtet werden. Drohen damit nach der Entsorgung des »Bronzesoldaten«, eines Denkmals zur Erinnerung an die Befreiung vom Faschismus, im April aus dem Zentrum der Hauptstadt Tallinn in einen Vorort, neue Auseinandersetzungen?

Sobald in Estland von der Unabhängigkeitsbewegung die Rede ist, führt das zu heftigen Debatten, da SS-Leute zu so-genannten Freiheitskämpfern werden und ihre Greueltaten ignoriert werden. In Estland werden aus Todeslegionen Kämpfer für die Unabhängigkeit oder gegen den Bolschewismus.

Das Mahnmal mit dem Bronzesoldaten wurde nach und nach entsorgt. Zuerst wurde das ewige Feuer am Denkmal »aus wirtschaftlichen Gründen« gelöscht. Dann wurde der Sowjetstern entfernt und anschließend die Bronzeplatten mit Namensgravuren. Schließlich wurde das Monument umgewidmet und galt fortan »den Opfern des Zweiten Weltkriegs«. Als es trotzdem weiterhin Anziehungspunkt für Mensche...

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