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19.11.2007 / Inland / Seite 5

Angeschlagene »Helden«

Antifa-Proteste sorgten dafür, daß Alt- und Neonazis am Volkstrauertag isoliert blieben

Frank Brendle, Theo Schneider und Carsten Weber
Bei einer rechten »Heldengedenkfeier« auf dem alten Garnisonsfriedhof in Berlin waren die Wehrmachtsglorifizierer am Sonntag arg in der Defensive: Die rund 70 Teilnehmer mußten zunächst durch ein Spalier von knapp 200 antifaschistischen Gegendemonstranten des »Bündnisses gegen Geschichtsrevisionismus«. Im Vorjahr waren die Kräfteverhältnisse noch umgekehrt gewesen. An der Veranstaltung des Ringes Deutscher Soldaten (RDS) beteiligten sich wie gehabt Anhänger von Burschenschaften, des völkisch-antisemitischen »Stahlhelm«, der Bund Deutscher Fallschirmjäger, Funktionäre von »Vertriebenen«-Verbänden und der rechtsextremen DVU.

Die »Mitte der Gesellschaft« jedoch fehlte dieses Mal: Die Bundeswehr hatte den Soldaten die Teilnahme und den Reservisten das Uniformtragen verboten. Auch Vertreter von FDP und SPD ließen sich in diesem Jahr nicht sehen. Die Anmelderin der Gegenkundgebung, die Bundestagsabgeordnete der Linken Ulla Jelpke, wertete das als Erfolg: »Der Dr...

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