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17.11.2007 / Inland / Seite 8

»Ver.di vertritt unsere Interessen nicht mehr«

Fahrer der Münchner Verkehrsgesellschaft sauer über neuen Tarifvertrag. Viele wechseln zur GDL. Ein Gespräch mit Ricardo Uhlmann

Daniel Behruzi
* Ricardo Uhlmann ist Vorsitzender der GDL-Ortsgruppe Stadtverkehr München

Eine Reihe von U-Bahn-, Tram- und Busfahrern der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sind kürzlich von ver.di zur Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) übergetreten. Um wie viele Beschäftigte handelt es sich?

Die Zahl liegt im dreistelligen Bereich. Ver.di macht keine Angaben darüber, wie viele aus der Gewerkschaft ausgetreten sind. Auch wir nennen deshalb keine konkreteren Zahlen.

Aus welchem Grund sind die Beschäftigten übergetreten?

Die Unzufriedenheit der U-Bahn-, Bus- und Tramfahrer betrifft vor allem den in Bayern zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft getretenen Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N), der eine Reihe von Verschlechterungen enthält. Die Kollegen haben gesehen, daß ver.di ihre Interessen nicht mehr so vertritt, wie das eine Gewerkschaft eigentlich tun sollte –und haben die Konsequenz daraus gezogen.

Welche Folgen hat der neue Tarifvertrag für die Beschäftigten?

Un...


Artikel-Länge: 4494 Zeichen

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