17.11.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Solidarität mit der GDL

Offener Brief an Die Linke: Nicht die Verhältnisse stehen Kopf, sondern die Genossinnen und Genossen, die den Lokführern die uneingeschränkte Unterstützung verweigern

Thies Gleiss
(Der Autor ist Mitglied im Bundesvorstand Die Linke.)

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat innerhalb der (DGB) gewerkschaftlich orientierten Linken und damit auch bei vielen Mitgliedern der Linken für Verunsicherung gesorgt. Während eine breite Mehrheit – ähnlich wie aus unterschiedlichen Motiven eine Mehrheit der Bevölkerung – deutliche Sympathie für die materiellen Streikforderungen (Gehaltserhöhung, Arbeitszeitneuregelung und Bezahlung von Mehrarbeit) erklärt, treffen die streikführende Organisation GDL und ihre bisher als treue CDU-Truppe wahrgenommene Führung auf großes Mißtrauen und das Ziel eines »eigenständigen Tarifvertrages« auf Ablehnung. (...)

Ich halte die aus dieser Verunsicherung resultierende zweideutige Haltung »Für und gegen den Streik« für falsch und völlig unberechtigt. Sie hätte möglicherweise in einem Theorieseminar als Einstiegsbeitrag einen Sinn, in der konkreten Situation der sich im Arbeitskampf befindli...


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