15.11.2007 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Forschen und verwerten

Hightechstrategie gegen »Umsetzungsschwäche«: Die deutsche Forschung und der Weltmarkt

Matthias Becker
Bis 2010 soll die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden.« Bei ihrem Treffen in Lissabon vor sieben Jahren setzten sich die EU-Regierungschefs ehrgeizige Ziele. Bis 2010 sollten die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) auf jährlich drei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen.

Das gestiegene Interesse an Bildung und Forschung läßt sich unmittelbar auf die Weltmarktkonkurrenz zurückführen. Forschung ist die Voraussetzung, um durch neue Technologien und Produkte neue Märkte zu erschließen; dazu sind Ausbildungssysteme nötig, die geeignete Forscher bereitstellen. Hauptgegner ist noch Nordamerika. Aber angstvoll blicken die Europäer auch nach China, wo demnächst 22 Millionen Akademiker pro Jahr die Unis verlassen werden.

Das sogenannte Lissabon-Ziel, künftig drei Prozent des BIP »in Innovation zu investieren«, sollte Bewegung in die nationale Forschungspolitik br...



Artikel-Länge: 4933 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe