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07.11.2007 / Inland / Seite 2

»Belegschaften werden dadurch erpreßbar«

Debatte über Verlagerung von Tarifregelungen auf Betriebsebene bleibt brisant. Ein Gespräch mit Richard Altz

Daniel Behruzi, Leipzig
Richard Altz ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Leiter des IG-Metall-Vertrauenskörpers beim Automobilzulieferer Federal Mogul in Wiesbaden

Die Frage der »Verbetrieblichung«, der Verlagerung von Tarifregelungen auf die Betriebsebene, wurde in der IG Metall in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs geht die Zahl der betrieblichen Abweichungen vom Flächentarif zurück. Hat die Debatte damit an Brisanz verloren?

Ganz und gar nicht. Wenn man die Tarifverhandlungen auf die Ebene der Betriebe herunterzieht, dann bedarf das eines sehr hohen Organisationsgrads und großer Kampfbereitschaft, um noch etwas durchsetzen zu können. Die Belegschaften werden durch die »Verbetrieblichung« erpreßbar; die Betriebsräte können vom Management mit der Drohung von Produktionsverlagerung oder Arbeitsplatzabbau über den Tisch gezogen werden. Die Errungenschaften des Flächentarifvertrags werden so auf dem Altar der Wettbewer...

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