Gegründet 1947 Dienstag, 23. Juli 2019, Nr. 168
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
07.11.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zocker in Not

Die Turbulenzen der Citigroup markieren den Start einer neuen Etappe der Finanzmarktkrise. US-Notenbank plant Auffangfonds

Steffen Bogs
Die Kreditkrise frißt ihre Väter. Der Chef der Citigroup, Charles Prince, ist nach Stan O’Neal, Geschäftsführer von Merrill Lynch, bereits der zweite prominente Lenker eines großen Finanzkonzerns, der seinen Hut nehmen mußte. Nachdem die Citigroup für das dritte Quartal 2007 Abschreibungen in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar vornehmen mußte, kommen nunmehr weitere elf Milliarden dazu. Damit gilt mittlerweile auch offiziell fast ein Fünftel des auf 100 Milliarden Dollar geschätzten Engagements der Bank in sogenannten Structured Investment Vehicles (SIVs) als verloren.

Totalausfälle möglich

Auslöser der jüngsten Turbulenzen rund um die größte Geschäftsbank der Welt war die Studie einer Analystin der renommierten kanadischen Rating­agentur CIBC World Market. Deren Herabstufung des Konzerns aufgrund der dramatisch verschlechterten Eigenkapitalquote löste eine Verkaufslawine bei den Aktien des Unternehmens aus.

Über 30 Milliarden Dollar soll die Kapitallücke al...

Artikel-Länge: 4764 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €