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07.11.2007 / Feuilleton / Seite 12

Terroristische Trockenblumen

Postsendungen, die Rolf Heißler als Gefangener der RAF nicht erhielt, sind in Berlin ausgestellt

Conny Gellrich
Sendungen, die das ehemalige RAF-Mitglied Rolf Heißler im Knast nicht erhalten durfte, sind in einer Berliner Galerie ausgestellt. Früher war der kleine Schaufensterladen eine Fleischerei. Steinboden, weiße Wände, Neonröhren an der gewölbten Decke. Vor etwa zwei Jahren hat Thomas Killper den Raum zum Ausstellungsort erklärt, mit dem sinnigen Namen »after the butcher«. Jetzt ist die unscheinbare Lichtenberger Galerie zu bundesweiter Bekanntheit gelangt.

Der Historiker Joachim Baur stellt seit einigen Tagen unter dem Titel »Beschlagnahmt« Gegenstände aus, die dem ehemaligen Gefangenen aus der RAF Rolf Heißler, im Laufe seiner 22jährigen Haftzeit geschickt wurden, die er aber nicht erhielt, weil die JVA-Beamten sie beschlagnahmten. Das Zeug kam in die »Habe«, eine eigens dafür vorgesehene Abstellkammer. Weil diese permanent überfüllt war, holte eine Bekannte Heißlers die nicht zugestellten Zusendungen regelmäßig ab und lagerte sie in ihrem Keller, wo sie wie...

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