06.10.2007 / Ausland / Seite 6

Ihr Geschäft heißt killen

Privatkrieger von New Orleans bis Bagdad. Auf ein paar Tote mehr oder weniger kommt es nicht an

Mumia Abu-Jamal
Die Nachricht war eindeutig, aber sie kam unerwartet: Die Marionettenregierung in Bagdad hatte beschlossen, daß die private US-Sicherheitsfirma Blackwater nicht länger auf irakischem Territorium aktiv sein dürfe. Mit der blindwütigen Erschießung von 17 Zivilisten hatten die Blackwater-Söldner am 16. September eine Grenze überschritten.

Berichte von US-Medien unmittelbar nach Bekanntgabe des Beschlusses der Al-Maliki-Regierung vermeldeten allerdings, das US-Außenministerium werde die Order ignorieren. Blackwater werde »seine Arbeit« vor Ort fortsetzen. Vor allem beim Personenschutz von US-Bürgern in Irak und von dortigen Regierungsmitgliedern sei der Sicherheitsdienst unverzichtbar. Soviel zum Zustand der »souveränen Nation« in Irak.

Wer sich in den vergangenen Jahren näher mit den Aktivitäten von Sicherheitsdiensten wie Blackwater befaßt hat, den wird es nicht verwundert haben, daß diese schwerbewaffneten Einsatzkräfte auf Zivilisten geschossen haben. Sie t...



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