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02.10.2007 / Thema / Seite 10

Nebel in London

Im Mordfall des ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiters Alexander Litwinenko kommen die britischen Ermittler nicht vorwärts. Nur eins ist gewiß: Die Putin-Regierung und Rußland sollen diskreditiert werden

Klaus Eichner
Wochenlang begleitete uns das Bild des sterbenden Alexander Litwinenko in allen Medien. Er war Mitarbeiter des Föderalen Abwehr- und Sicherheitsdienstes (FSB), also des zentralen Inlandsgeheimdienstes der Russischen Föderation. Sein Tod am 23. September 2006 erfolgte zwar unter mysteriösen Umständen, aber in allen Medien wurde er mehr oder weniger direkt als Auftragsmord des russischen Präsidenten Wladimir Putin dargestellt. Nunmehr, sieben Monate danach, ist ein Buch im Hamburger Hoffmann und Campe Verlag dazu erschienen. Sein Titel: »Tod eines Dissidenten«, sein Inhalt: jüngste Geschichte Rußlands, Tschetscheniens und der Ukraine sowie die Auffassungen Litwinenkos (bzw. seiner Auftraggeber) über die Hintergründe dieser Entwicklungen. Litwinenko soll nach seiner Fahnenflucht nach Großbritannien Recherchen über die angeblichen Provokationen des FSB im Zusammenhang mit den Tsche­tschenien »angelasteten« Anschlägen und Geiselnahmen durchgeführt haben. Eine ...

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