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08.09.2007 / Ausland / Seite 7

Guatemala vor Urnengang

Dutzende politische Morde vor den Wahlen am Sonntag. Vor allem gemäßigte Linke betroffen. Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú chancenlos

Gerold Schmidt (npl)
Seit den Friedensverträgen zwischen Regierung und Guerilla im Jahr 1996 hatte es eine solche Welle politischer Gewalt im mittel­amerikanischen Guatemala nicht mehr gegeben: In den Wochen vor den allgemeinen Wahlen am Sonntag wurden etwa 50 politische Morde verzeichnet, betroffen waren fast alle Parteien. Ungeachtet dieser Gewaltwelle findet die Abstimmung statt. Neben dem Präsidentenamt geht es um 158 Abgeordneten- und 332 Bürgermeistermandate.

Menschenrechtsorganisationen und Experten machen den zunehmenden Einfluß der Drogenmafia für die Mehrzahl der Morde verantwortlich. Demnach versuchten die Kartelle, sowohl mißliebige Kandidaten von vornherein auszuschalten als auch Druck auszuüben, um Figuren aus den eigenen Reihen in verschiedenen Parteien zu plazieren. Darüber hinaus hat auch die allgemeine Gewalt in Guatemala in den vergangenen Jahren wieder zugenommen.

Von den politischen Morden mit Abstand am härtesten betroffen ist die linksmoderate Partei Nati...



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