05.09.2007 / Feuilleton / Seite 8

»In Tegel und Moabit machen wir einmal im Jahr Lesungen«

Im Rahmen des »internationalen literaturfestivals berlin« gibt es auch Veranstaltungen für Gefangene. Ein Gespräch mit Martin Jankowski

Stefan Otto
Martin Jankowski ist Schriftsteller und organisiert auf dem »internationalen literaturfestival berlin« die Veranstaltungsreihe »Literatur hinter Gittern«

Die Veranstaltungsreihe »Literatur hinter Gittern«, die am Freitag beginnt, hat beim »internationalen literaturfestival berlin« mittlerweile Tradition. Woher kam die Idee, im Gefängnis zu lesen?

Als ich vor sechs Jahren das Konzept für das Rahmenprogramm des Literaturfestivals plante, wollten wir unsere Gastautoren mit der Stadt bekannt machen und die Literaten an andere Zuschauerkreise heranführen. Zufällig erfuhr ich damals, daß die Theatergruppe »aufBruch« mit Häftlingen Theater macht, und ich dachte mir: Wir haben eine Lesung im Kanzleramt geplant, warum dann nicht auch im Knast? Das Interesse war auf allen Seiten sofort vorhanden.

In diesem Jahr gibt es vier Lesungen in Gefängnissen, zwei in der JVA, der Justizvollzugsanstalt Tegel, jeweils eine in Moabit und Hakenfelde.

Es haben sich zwei ...

Artikel-Länge: 4142 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe