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04.09.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wut im Kasernenstaat

Militärdiktatur in Myanmar hat kein Rezept gegen sozialen Niedergang. Anhaltende Proteste gegen erhöhte Spritpreise sind Ausdruck gewaltiger wirtschaftlicher Probleme

Thomas Berger
Als es in der vergangenen Woche zu zahlreichen Protestaktionen auf den Straßen Myanmars kam, waren viele westliche Berichterstatter vom Ausmaß der Bewegung überrascht. Nicht nur in der größten Metropole und früheren Hauptstadt Rangun, sondern auch in diversen anderen Orten machten aufgebrachte Bürger trotz harten Vorgehens der Sicherheitskräfte ihrem Unmut über massive Benzinpreiserhöhungen Luft. Was durch die heraufgesetzten Spritpreise ausgelöst worden war, stellte nicht nur ein Wiedererwachen des politischen Widerstandes gegen Asiens älteste Militärdiktatur dar. Die jüngsten Ereignisse – die wenigen Bilder davon zeigten sogar protestierende buddhistische Mönche – sind nicht zuletzt Ausdruck der angespannten wirtschaftlichen und sozialen Situation im Lande. Während sich das Militärregime und vor allem dessen Befehlshaber zur Not mittels Schmuggel die notwendigen finanziellen Mittel verschaffen kann, lebt ein Großteil der Bevölkerung in bitterer Armut. ...

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