Der Schwarze Kanal
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18.08.2007 / Thema / Seite 10

Imperialistische Großchance

Bagdadbahn und mesopotamisches Öl. Deutsche Weltmachtpolitik im Vorderen Orient und ihr Scheitern im Ersten Weltkrieg (Teil I)

Dietrich Eichholtz
Als nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 das deutsche Kaiserreich entstand, war der globale Kuchen zu großen Teilen schon seit Jahrzehnten unter den imperialistischen Großmächten in Europa – Großbritannien, Frankreich, Rußland – aufgeteilt. Das gewaltsam geeinigte Deutschland, vorher noch ein wirtschaftlich ohnmächtiges Kleinstaatengebilde, trat nun den Marsch zur »Weltmacht« an. Bis zu Bismarcks Entlassung (1890) noch in gezügeltem Tempo, auch nicht ohne wirtschaftliche Rückschläge vorankommend, nahm das Reich in der Regierungszeit Wilhelms II. wie entfesselt und mit gewaltigem politischen und militärischen Getöse an der Aufteilung der Welt teil.

Der »Spätkommer« hatte zunächst nicht allzu viel Glück. Außer einer Handvoll mittel- und südafrikanischer Kolonien, die keine Verbindung miteinander und zum Mittelmeer hatten, sammelte er bis zur Jahrhundertwende weit hinten im Pazifik und an der chinesischen Küste eine Reihe von Stützpu...

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