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25.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Selbstmord gegen Hartz IV

Nach dem Tod von Detlef R.: Erwerbslosengruppen erinnern an engagierten Berliner Sozialaktivisten. Proteste und Mahnwachen

Gitta Düperthal
Es hat immer einen Sinn, weiter zu kämpfen«, habe er oft gesagt. Seine Utopie: Er wollte zu mehr Geschlossenheit bewegen. So schildert einer der Mitstreiter in der Protestbewegung gegen Hartz IV das Lebensgefühl von Detlef R. Nicht nur Martin Pausch aus Dortmund trauert wegen des Verlusts des in seiner Erinnerung lebenslustigen Berliner Familienvaters. Auch die Vorsitzende der Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau, Birgit Kühr, aus Brandenburg, und andere Sozialaktivisten aus verschiedenen Orten der Republik können kaum glauben, daß Detlef R. sich das Leben genommen hat: »Ausgerechnet Detlef, der anderen Kraft gegeben hat.« Selten habe er über seine persönliche Situation gesprochen, obgleich er einen Herzfehler hatte, und es ihm oft nicht gut ging, sagt Pausch. Er hat den 47jährigen 2006 bei einer Demonstration gegen Hartz IV in Berlin kennengelernt.

»Ich will euch nicht zur Last fallen«, schrieb Detlef R. seiner Frau zum Abschied. 2003 hatte er seinen Job...

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