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25.07.2007 / Feuilleton / Seite 13

Vor den Latz

Und unter die rechte Gürtellinie: Guido Zingerl und Ingrid Scholz führen einen wackeren Feldzug in Fürstenfeldbruck

Donna San Floriante
Unterm Giebel dieses Hauses in dem schönen, alten Städtchen Fürstenfeldbruck hat es im April 1919 gewaltig gescheppert. Zehn Granaten haben »die Weißen« – gegen die Münchner Räterepublik vorrückende Freikorpstruppen – damals herüber geschossen auf »Bruck«. Und eine ist in dem Haus eingeschlagen, das dort seit genau einem Jahrhundert steht, 1907–2007, früher einsam zwischen Feldern, inzwischen komplett eingebaut von anderen, viel jüngeren Häusern.

»Da oben, wo die Geranien san, da is die Granat’n nei. Und danach ham’s no drei Rotarmisten standrechtlich derschoss’n!« Die drei erschossenen Soldaten der Bayerischen Roten Armee gibt es auch noch in dem alten Haus. Der Zingerl hat sie gemalt, wie so viele, die man andernfalls vergessen hätte.

Den Zingerl vergessen sie nicht so leicht, in Fürstenfeldbruck und weit darüber hinaus, auch wenn man sich hartnäckig bemüht. Denn der Maler Guido Zingerl und seine Frau Ingrid Scholz, Lehrerin mit Berufsverbot, halten in de...



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