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18.07.2007 / Titel / Seite 1

Gabriel droht Atomlobby

Rainer Balcerowiak
Derartige Steilvorlagen wird Sigmar Gabriel (SPD) in dieser Legislaturperiode wohl nicht mehr bekommen. Zielstrebig nutzt der Bundesumweltminister und Möchtegern-Kanzlerkandidat die nicht enden wollenden Horrormeldungen aus den Kernkraftwerken des Vattenfall-Konzerns zur eigenen Profilierung. So verkündete er am Dienstag auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, eine härtere Gangart gegenüber der Atomwirtschaft. Neben einer Verschärfung der Aufsicht will Gabriel die AKW-Betreiber zur vorzeitigen Abschaltung älterer Anlagen drängen. Ferner drohte er, störanfällige Meiler vom Netz nehmen zu lassen, wenn sich an der »Sicherheitskultur« der Konzerne nichts ändere.

Die EnBW, drittgrößter Energieversorger Deutschlands, ließ den Minister abblitzen. »Es gibt in Deutschland nur sichere Atomkraftwerke«, erklärte ein Konzernsprecher. Daher werde man sich an Gesprächen über kürzere Laufzeiten von älteren AKW nicht beteiligen. Auch das Deutsche Atomforum, die Lob...

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