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18.07.2007 / Feuilleton / Seite 12

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Tanja Dückers will mehr politische Visionen in der Literatur, hat dabei selber keine anzubieten

Thomas Wagner
Zuweilen nölt das bundesdeutsche Feuilleton, ohne sich weiter Sorgen darum zu machen: Hat die gegenwärtige Generation junger Schriftsteller den Sinn für das Politische verloren? Die 1968 in West-Berlin geborene Autorin Tanja Dückers hat dazu eine dezidierte Meinung. Einerseits weist sie den Vorwurf vehement zurück, die jungen Literaten hätten in ihrer Arbeit das Interesse an Politik verloren. Nach wie vor stünde etwa die Auseinandersetzung mit dem Faschismus und seinen politischen Folgen in Europa auf ihrer Agenda, vielleicht mehr als jemals zuvor in den letzten 15 Jahren. Andererseits sieht Dückers sehr wohl einen Unterschied zwischen Autoren ihrer Generation den vorherigen. Es sei aber nicht Beschäftigung mit Politik, die den Jungen abgehe, sondern der Sinn für politische Visionen, der Drang, die Welt verändern zu wollen. Was heute beinahe vollständig fehle, sei die Zukunftsorientierung der Literatur, ein utopischer Überschuß, der auf nicht realisierte ...

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