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17.07.2007 / Ausland / Seite 6

Mit der EU in den Tschad

Frankreich drängt auf militärisches Eingreifen in den grenznahen Regionen zu Darfur. Stärkerer Einfluß auf die Entwicklung im ölreichen Sudan als Ziel

Gerd Schumann
Den wichtigsten Vorschlag unterbreitete China. Die Beseitigung der Armut sei ein schlüssiges Konzept, um die Sudan-Krise zu bewältigen – so jüngst der Vertreter Pekings auf der Pariser »Darfur-Konferenz« in Paris. Er konterkarierte damit die seit 2003, als es zu ersten Kämpfen in der sudanesischen Westprovinz kam, geführte Debatte um Sanktionen und militärische Optionen der »Weltgemeinschaft«. Und er blieb damit auf sich gestellt. Konferenzgastgeber Frankreich, eine der vormaligen Kolonialmächte in der Region, fiel in den westlichen Chor aus Drohungen gegen die Regierenden in Khartum ein. Nicolas Sarkozy: »Wenn sie sich widersetzen, werden wir entschlossen bleiben müssen. Es gibt Opfer und Verantwortliche.«

Besuch in Paris

Das war am 25. Juni. Gut zwei Wochen später setzte Frankreichs Präsident als seinen Beitrag, Druck auf den Sudan auszuüben, den Tschad als zukünftigen Stationierungsort von EU-Truppen auf die internationale Agenda. Die Argumente für...

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