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17.07.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Heuschrecken live

Kaufen, ausquetschen, losschlagen – das Erfolgsrezept der sogenannten Finanzinvestoren ist bei ProSiebenSat1 in die zweite Phase getreten

Ronald Fuchs
Beim TV-Konzern ProSiebenSat1 geht es live zur Sache: Mit drastischen Kürzungen bei Programm und Personal wollen die Eigner des Unternehmens offenbar Mittel freisetzen, um die hohen Finanzierungskosten zu decken, die die Sendergruppe drücken. Am heutigen Dienstag sollen auf der Hauptversammlung die Pflöcke eingeschlagen werden. Überraschungen gibt es kaum, denn die Finanzinvestoren (vulgo: Heuschrecken) KKR und Permira verfahren dabei nach altem Erfolgsrezept: kaufen, ausquetschen und losschlagen.

Schnäppchen gefällig

Bereits die Phase eins hatte es in sich. Sind doch KKR/Permira durch den Kauf von ProSiebenSat1 nicht nur dort der mehrheitliche Eigentümer, sondern auch bei der europäischen Sendekette SBS. Das ging etwa so: ProSiebenSat1 als anonyme Kapitalgesellschaft kauft (natürlich im Auftrag und zum Nutzen von KKR/Permira) SBS für 3,3 Milliarden Euro. Außer dem Kaufpreis mußte der TV-Konzern auch die Schulden der SBS-Gruppe von 1,24 Milliarden Eur...

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