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10.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Von der Arbeit leben

Gegen Hartz IV, befristete Verträge und Ein-Euro-Jobs: Gewerkschafter fordern Kampagne gegen Verarmung breiter Bevölkerungsschichten

Gitta Düperthal
Es scheint, als solle eine Trendwende eingeläutet werden. Endlich bewegt sich etwas in Gewerkschaftskreisen. Bei einer Fachtagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Frankfurt am Main wird nicht über das sogenannte Kerngeschäft gesprochen. Diskutiert wird statt dessen über die etwa fünf Millionen Menschen, die in Deutschland inzwischen für Löhne unter der Armutsgrenze arbeiten. Kollegen packen aus: Es geht um das Geschehen jenseits von Tarifbindung. Erschütternde Berichte über Hartz IV, Minijobs, Teilzeit, befristete Verträge, Leiharbeit, Praktika und Scheinselbständigkeit und die etwa 300000 »Ein-Euro-Jobs« sind zu hören.

Hartz-IV-Tribunale

Die Stimmung in der Versammlung schwankt zwischen Wut auf die Gewerkschaftsspitzen, die das Thema lange unterdrückt hätten, und leiser Hoffnung, daß sich künftig etwas ändern könne. Das Prinzip Arbeit um (fast) jeden Preis solle gesellschaftlich durchgesetzt werden, so der Tenor. Dagegen müsse man si...

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