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25.06.2007 / Ausland / Seite 7

Steine im Glashaus

Auftritt des spanischen Untersuchungsrichters Garzón in Venezuela führt zu diplomatischen Turbulenzen

Harald Neuber, Caracas
Baltasar Garzón ist ein Profi im Umgang mit Politik und Medien. Doch mit einer derartigen Resonanz hatte wohl selbst der spanische Untersuchungsrichter nicht gerechnet, als er Mitte vergangener Woche vor dem Industrieverband Venezuelas in Caracas auftrat. Der Außenminister, der Vizepräsident und die Vorsitzende des Obersten Gerichtshofes reagierten öffentlich auf seine Rede. Die Fabrikanten hatten Garzón zuvor gebucht, um zu hören, was sie hören wollten: »Wir dürfen der politischen Macht gegenüber weder gefügig noch servil sein«, hatte der 51jährige vor ausgesuchtem Publikum erklärt, um dann konkreter zu werden. »Ein Medium zu schließen ist wohl nicht der geeignete Weg«, sagte er in bezug auf den andauernden Medienstreit in Venezuela. Statt dessen müßte ein Dialog ermöglicht werden.

»Schlechtes Beispiel«

Die Replik kam von Luisa Estela Morales, der Präsidentin des Obersten Gerichtshofs. Garzón sei nichts als ein »Söldner«, erklärte sie gegenüber der venez...

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