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22.06.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Ver.di in Erklärungsnot

Heftige Kritik an Verhandlungsergebnis bei der Telekom. Gewerkschaftsfunktionäre beschwören »Bedrohungsszenario« im Falle einer Ablehnung bei der Urabstimmung

Daniel Behruzi
Wut und Frustration sind den Streikenden der Telekom in den Gesichtern abzulesen, als sie sich an diesem Donnerstag im Innenhof der ver.di-Bundesverwaltung versammeln. Hier sollen sie über die Details der in der Nacht zum Mittwoch zwischen Gewerkschaft und Konzernvorstand getroffenen Vereinbarung informiert werden. Noch bevor ver.di-Landesfachbereichsleiter Mike Döding das Wort ergreift, wird unter Applaus ein Transparent enthüllt: »Ver.räter« steht darauf.

Schlechte Stimmung

»So richtig zum Lachen ist mir im Moment nicht, auch das Wetter ist gerade in der richtigen Stimmung«, eröffnet Döding seine Ansprache. Im gleichen Moment sorgt ein Wolkenbruch dafür, daß sich die Versammelten noch enger unter dem Dach des Hofes zusammendrängen. Von empörten Zwischenrufen unterbrochen, versucht Döding, den Beschäftigten das Verhandlungsergebnis mit Hilfe von an die Wand projizierten Folien schmackhaft zu machen – ohne merklichen Erfolg. »Was wollt ihr von mir hören? ...

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