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09.06.2007 / Inland / Seite 4

»Wir machen es so teuer wie möglich«

KarstadtQuelle erpreßt Callcenter-Mitarbeiter in Nürnberg. Beschäftigte wehren sich und wollen Ausgliederung zumindest erschweren. Ein Gespräch mit Johann Rösch

Ralf Wurzbacher
Johann Rösch ist Leiter des Fachbereichs Handel im Bezirksverband Mittelfranken der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

In Nürnberg müssen knapp 750 Beschäftigte zweier Kundencenter der KarstadtQuelle AG um ihre Arbeitsplätze fürchten. Wie ernst ist die Lage?

Ich halte die Chancen für eine Rettung für gering. Am 1. Juni hat der Arbeitgeber in der Wirtschaftsausschußsitzung des Gesamtbetriebsrates noch klipp und klar das Aus der Callcenter zum Jahresende angekündigt. Bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch wollte er dies dann wohl aufgrund des öffentlichen Drucks nicht mehr bestätigen. Statt dessen hat er den Bestand des Standorts unter der Voraussetzung in Aussicht gestellt, daß die Beschäftigten auf Basis der sogenannten Berliner Lösung entlohnt werden und darauf verzichten, rechtlich einen Betriebsübergang geltend zu machen.

Worin besteht die »Berliner Lösung«?

In Berlin hat KarstadtQuelle ein Callcenter errichtet, in dem unter Tarif gezahlt wird....

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