09.06.2007 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Und die Armen werden Knackis ...«

Gespräch mit Christiane Ensslin, Klaus Jünschke und Jörg Hauenstein. Über Kriminalisierung sozialer Gruppen, die Situation inhaftierter Jugendlicher und die repressive Stimmungsmache der Politik in der Bundesrepublik

Markus Bernhardt
* Klaus Jünschke (geb. 1947), Autor. In den 60er Jahren aktiv in der Außerparlamentarischen Opposition, in den 70er Jahren bei der RAF. Wegen gemeinschaftlichen Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und nach 16 Jahren begnadigt. Seit 1993 führt er Gesprächsgruppen mit Jugendlichen in Haft durch.

* Jörg Hauenstein (geb. 1969), Fotograf, betreibt ein Fotostudio in Köln.

* Christiane Ensslin (geb. 1939), Redakteurin. In den 70er Jahren aktiv im Kölner Komitee gegen Isolationsfolter. 1977 bis 1980 Recherchen zu den Todesursachen in Stammheim. 1992 bis 2002 Aufbau des RAF-Archivs im Hamburger Institut für Sozialforschung. Zusammen mit Klaus Jünschke im Vorstand des Kölner Appell gegen Rassismus. (koelnerappell.de)


Herr Jünschke, Sie haben über ein Jahr lang Gespräche mit männlichen Jugendlichen geführt, die in der Jugendabteilung der Justizvollzugsanstalt, der JVA, Köln inhaftiert...



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