29.05.2007 / Inland / Seite 2

»Mieter werden durch Verkäufe verdrängt«

In Ruhrgebietsstädten werden Werks­wohnun­gen im großen Stil verscherbelt. Bewohner haben das Nachsehen. Ein Gespräch mit Karin Schnittker

Dogan Göcmen
Karin Schnittker ist im Vorstand der Mietergemeinschaft Essen e.V. und Mitglied des Bau- und Verkehrsausschusses des Essener Stadtrates für die Fraktion »Die Linke/DKP/AUF«

Sie sind Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens »Essen ist unser« gegen Privatisierungen städtischer Dienstleistungen und beschäftigen sich insbesondere mit den Privatisierungen des kommunalen Wohnungsbestandes. Was passiert auf dem Wohnungsmarkt in Essen?

Menschen in kompletten Siedlungen und Stadtteilen haben inzwischen Angst, ob sie in Zukunft in ihren Wohnungen bleiben können. Sie leben vor allem in den Arbeiterstadtteilen in ehemaligen Werkswohnungen des Bergbaus oder der Eisen- und Stahl­industrie. Sie hatten auf ein lebenslanges Wohnrecht vertraut, bei Mieten, die sie gut bezahlen können. Aber ihre Wohnungen sind zur Handelsware geworden. Durch den Verkauf der Wohnimmobilien machen die ehemaligen Besitzer Viterra, Thyssen-Krupp ebenso wie die Bahn AG, Gagfah und RWE Riesengewinne....

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