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21.05.2007 / Ausland / Seite 6

Die Internationalistin

Eva Forest starb am Samstag 79jährig im Baskenland. Ein Nachruf

Gerd Schumann
Gegen Ende unserer ersten Begegnung führte mich Eva Forest hinunter zum Hafen von Fuenterrabia, dem baskischen Fischerstädtchen am Atlantik. »Von hier aus entkamen sie«, erläuterte die schon ältere, doch ewig jugendlich wirkende Frau, den Fluchtweg der Attentäter vom 20. September 1973: Über das »Mar Cantábrico« waren die vier Männer des ETA-Kommandos »Txikia«, die Francos starken Mann und designierten Nachfolger Carrero Blanco in die Luft gesprengt hatten, geflohen, die berüchtigte Guardia Civil im Nacken. Eva Forest hatte später weniger Glück und wurde schwer gefoltert. Das geschah während der ersten zehn Tage nach ihrer Verhaftung am 17. September 1974 in Madrid.

Zuvor hatte sie als »Julen Agirre« Geschichte geschrieben. Es war ihr gelungen, unter streng konspirativen Bedingungen – mit verbundenen Augen an einen geheimen Ort geführt – Iker, Txabi, Jon und Mikel, die Carrero-Attentäter, zu interviewen. Heraus kam das vielleicht bekannteste Buch des anti...

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