19.05.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Bauchweh Bolognese

Deutscher Sonderweg bei der Umsetzung der europäischen Hochschulreform frustriert Studierende und Rektoren. Versprochene Ziele allesamt verfehlt

Ralf Wurzbacher
Es soll Studierende geben, denen es übel aufstößt, sobald sie von Bologna hören. Immer mehr assoziieren damit längst keine kulinarischen Gaumenfreuden mehr, sondern Ärgernisse wie Streß, Druck und Überforderung. Die europaweite Studienreform, die 1999 von damals 29 Bildungsministern in der ehrwürdigen Universitätsstadt im Norden Italiens mit Verabschiedung der sogenannten Bologna-Deklaration ins Leben gerufen wurde, hat inzwischen viel von ihrem einstigen Glanz eingebüßt. Konstantin Bender vom Studierendenverband fzs urteilt geradezu vernichtend: Speziell in Deutschland hätten es sich die Hochschulen zur Aufgabe gemacht, im Rahmen des Bologna-Prozesses »strukturell unstudierbare Studiengänge zu entwickeln«.

Klagen wie diese dürften die Regierungsvertreter der mittlerweile 45 Unterzeichnerstaaten, die am Donnerstag und Freitag in London zum vierten Mal den Stand der Umsetzung berieten, jedoch herzlich wenig gekümmert haben. Sie treibt in erster Linie die S...

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