Gegründet 1947 Montag, 24. Februar 2020, Nr. 46
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07.04.2007 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Ob Kinkel gelebt hat?«

Gespräch mit Walter Ruge. Über den Faschismus und die Deutschen, Stalin und historischen Materialismus sowie über den Berliner Gedenkstein »Den Opfern des Stalinismus«

Arnold Schölzel

In Ihrem Buch »Treibeis am Jenissei« schildern Sie Episoden aus Ihrem Leben als sozialistischer Schüler in der Weimarer Republik, als Arbeiter und Ingenieur im Moskauer Exil, als Lagerhäftling und Verbannter in Sibirien, als DEFA-Mitarbeiter in der DDR und als Linker in der vergrößerten Bundesrepublik. Der Band erschien zuerst auf französisch, dann auf deutsch. Warum in dieser Reihenfolge?

Das liegt an meinem mangelnden Ehrgeiz. Ich habe das nicht so hoch bewertet. In der DDR hatte ich schon einzelne Episoden aufgeschrieben, aber nur für mich. In den 90ern kam Anne-Marie Pailhès aus Paris zu mir, eine Germanistin, die auch in Leipzig studiert hatte. Sie regte mich an, Ernst zu machen, wählte aus den Urtexten aus, übersetzte, und mir scheint, die französische Fassung ist besser als die deutsche.

Noch einmal gefragt: Wollten Sie den deutschen Lesern nichts mitteilen?

Das ist eine Kardinalfrage für mich. Ich bin von einem tiefen Mißtrauen zu Deutschland...

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