03.04.2007 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 8

»Gewerkschaften müssen Flagge zeigen«

Kollegen solidarisieren sich mit dem von Neonazis angegriffenen ver.di-Funktionär Angelo Lucifero. Thüringer Landesbezirke von ver.di und DGB halten sich zurück. Gespräch mit Michael Ebenau

Markus Bernhardt
Michael Ebenau ist Sprecher der »Gewerkschafter gegen Rechts«

Gemeinsam mit anderen Kollegen haben Sie einen Solidaritätsaufruf veröffentlicht, in dem Sie sich mit dem Gewerkschaftsfunktionär und Antifaschisten Angelo Lucifero solidarisieren. Lucifero wurde Mitte März von Neonazis bedrängt, die an einer antifaschistischen Kundgebung in Erfurt teilnehmen wollten und setzte sich mit einer Schreckschußpistole zur Wehr. Wie ist die bisherige Resonanz auf Ihren Aufruf?

Na ja, sagen wir mal: Ambivalent. Natürlich freuen wir uns über mehr als 200 bislang bei uns eingegangene Unterschriften, auch über Soldaritätserklärungen von Gewerkschaftsgruppen und Konferenzen, so z. B. der ver.di-Landesbezirkskonferenz Nordrhein-Westfalen. Trotzdem würden wir uns natürlich noch mehr Unterstützung wünschen, schließlich geht es hier um die wiederholte und militante Bedrohung eines bekannten Thüringer Gewerkschafters, da sollten sich eigentlich viel mehr Kollegen angesproche...

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