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31.03.2007 / Geschichte / Seite 15

»Ausrotten ohne Pardon«

Der Kriegszustand in der Kolonie »Deutsch-Südwest« wurde am 31. März 1907 von deutscher Seite für beendet erklärt – tatsächlich hielt er an

Gerd Bedszent
Der Kolonialkrieg in »Deutsch-Südwest«, dem heutigen Namibia, hatte am 12. Januar 1904 mit dem großen Aufstand des Herero-Volkes gegen die deutschen Besatzer begonnen, die das Gebiet seit 1884 offiziell für sich beanspruchten. Der systematische Landraub, die betrügerischen Geschäftspraktiken der Eroberer und die völlige Rechtlosigkeit der Bewohner des Landes ließen diese zu den Waffen greifen. Obwohl die Aufständischen Milde zeigten – Missionare sowie die Frauen und Kinder der deutschen Siedler ließen sie in der Regel unbehelligt abziehen –, kursierten in Deutschland sofort Märchen über sogenannte »Afrikanergreuel«, die zur Rechtfertigung der barbarischen Kriegführung des Militärs herhalten mußten. Die Kolonialtruppen wurden auf 15000 Mann aufgestockt, und es begann ein erbarmungsloser Vernichtungskrieg. Am 11. August 1904 in der Schlacht am Waterberg geschlagen, wurden die Herero von den siegreichen deutschen Truppen in die Omatheke-Wüste getrieben, wo d...

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