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21.03.2007 / Titel / Seite 1

Kalter Rohstoffkrieg

Rainer Balcerowiak
Manchmal fragen sich die Mächtigen in diesem Land offensichtlich, wozu der teure Politikapparat überhaupt taugt. Dann werden die Kanzlerin und die Chefs der wichtigsten Ressorts zum Rapport gebeten und in aller Öffentlichkeit aufgefordert, gefälligst im Sinne des Kapitals tätig zu werden.

So auch am Dienstag, als der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin seinen 2. Rohstoffkongreß veranstaltete. Im Mittelpunkt stand diesmal nicht wie im vergangenen Jahr der Energiesektor, sondern die Sicherung der Einfuhren von metallischen Rohstoffen zu möglichst niedrigen Preisen.

Zwar sei die Grundstoffbeschaffung zuvorderst Aufgabe der Unternehmen, die Politik müsse aber die Rahmenbedingungen dafür schaffen, und zwar egal wie, stellte BDI-Präsident Jürgen Thumann zu Beginn des Kongresses klar. Viele Ressourcen befänden sich in politisch instabilen Regionen und Staaten, was sich Konkurrenten wie China und Indien zunutze machten. Deutsche Firmen hätten fern...



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