19.03.2007 / Inland / Seite 1

Lafontaine, Klar und der Papst

Chef der Linksfraktion verteidigt Kapitalismuskritik aus dem Knast. Terror von RAF, Bush und Blair verurteilt

Rüdiger Göbel
Der seit mehr als 24 Jahren inhaftierte frühere RAF-Aktivist Christian Klar hat am »Tag der politischen Gefangenen« prominenten Zuspruch bekommen. Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, verteidigte dessen antikapitalistisches Grußwort an die Rosa-Luxemburg-Konferenz, das in den vergangenen Wochen bundesweit für Furore gesorgt hatte. »Wenn ein ehemaliges Mitglied der RAF den Kapitalismus kritisiert, ist die Kapitalismuskritik deswegen nicht falsch«, erklärt Lafontaine in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift SuperIllu. Der Papst wolle den Kapitalismus auch abschaffen, so der Linkspolitiker weiter, »sollte man deswegen den Papst einsperren?«

Wie zuvor schon im Societyblatt Vanity Fair betonte Lafontaine, er lehne den Terro...

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