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01.03.2007 / 73 / Seite 15

Strg + C, Strg + V

Textklau statt Selberdenken, das ist der Trend an Schulen und Universitäten. Es geht ja auch nur noch darum, möglichst schnell einen Abschluß zu machen

Matthias Becker
Schon mal gemacht? Internetsuchmaschine anwerfen, Text finden, markieren, kopieren, schon ist die wissenschaftliche Arbeit um einiges länger? Eben. Nie war es so einfach, die Textproduktion der anderen als eigene Leistung auszugeben. Heimcomputer und Internet machen sogar Abschreiben überflüssig. Die Gefahr, daß das Plagiat auffliegt, ist gering. »Studierende wissen: Selten geht es um mehr als einen flüchtigen Blick«, sagt der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber.

»Ein Buch abzuschreiben, ist ein Plagiat. Ab zweien beginnt die Forschung«, lautet eine alte Professorenweisheit. Solche Gelassenheit teilt Weber ganz und gar nicht. In seinem Buch über das »Google-Copy-Paste-Syndrom« sieht er voraus, daß das massenhafte Plagiieren zu einer »akademischen Kultur ohne Hirn« führe. Statt eigener gedanklicher Leistungen würden fremde Formulierungen neu zusammengestellt. So bliebe die Auseinandersetzung mit dem Thema vorgetäuscht. Neue Schätzungen zeigen...

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