Schwarzer Kanal
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25.01.2007 / Inland / Seite 5

»Anti-Antifa« mit staatlicher Hilfe?

Dresdens Neonazis nutzen offenbar Informationen der Justiz zur Einschüchterung ihrer Gegner

Markus Bernhardt
Wie die antifaschistische Dresdner Gruppe »a.l.i.a.s.« am Dienstag mitteilte, ist Dresdner Antifaschisten kürzlich eine Liste mit Namen, persönlichen Daten und Fotos aus den Beständen der örtlichen neofaschistischen »Anti-Antifa« zugespielt worden. Über 150 Personen, vorwiegend aus Dresden stammende Antifaschisten, Gewerkschafter und Mitglieder linker Parteien, finden sich auf der Liste wieder.

Unbekannte hatten die Daten offensichtlich bereits im vergangenen Jahr in einer Baracke in Dresden-Reick aufgetrieben, die seit 2005 von Neonazis unter anderem für Bandproben und Kampfsporttraining genutzt wird. Außerdem sollen dort regelmäßige Treffen des »Nationalen Jugendbündnisses« (NJB) und der sogenannten »Freien Kräfte Dresden« stattfinden, aus deren Umfeld wahrscheinlich auch die Liste stammt.

»Die Erfahrung zeigt, daß das Sammeln sogenannter ›Anti-Antifa‹-Daten oftmals nur der erste Schritt ist, um dann durch Bedrohung, Denunziation und sogar mit massiver kö...



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