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20.01.2007 / Thema / Seite 10

Biopiraterie im Bildungswesen

Geistige Erziehung reduziert sich in der neoliberalen Gesellschaft zur bloß zweckbestimmten Ausbildung. Ihre Mitglieder werden zunehmend als Humanressource mit ausschließlich ökonomischem Wert aufgefaßt

Armin Bernhard
In der bestehenden Gesellschaft wächst der Druck auf eine Bildung, die in effizienterem Maße und in immer schnelleren Zyklen die gewünschten Subjektvermögen hervorbringen soll. Die Indizien der »Effizienzsteigerung« von Bildung sind erdrückend: sogenannte Elite- und Hochbegabtenförderung (Exzellenzinitiative), Vorschläge zur Einführung von »Bildungsstandards« im Kindergarten, die Verkürzung von Schulzeiten, frühere Einschulung, Überspringen von Klassen, Modularisierung und Bachelorisierung von Ausbildungsgängen, nicht zuletzt die Versuche der Privatisierung der Bildung durch Schaffung eines Bildungsmarktes für Bildungskonzerne sprechen eine deutliche Sprache.

Bildung als Ware

Altbundeskanzler Helmut Kohl formulierte bereits in den 80er Jahren: »Intelligente Kinder sind der wahre Rohstoff in einem rohstoffarmen Land.« Die Bundesregierung von SPD und Grünen stand dieser Aussage aus dem Kontext der Koalitionsregierung von CDU/CSU und FDP in nichts nach: ...

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