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15.01.2007 / Feuilleton / Seite 12

Wirklich nicht echt

Mit »Tod eines Praktikanten« feiert René Pollesch im neuen Prater seine Einweihungsparty

Conny Gellrich
Was haben ein beliebiger Praktikant und die Darstellerinnen im Berliner Prater gemeinsam? Sie sind alle abwesend. Der Praktikant, weil er tot ist und nur der Umriß seiner Leiche, mit Klebeband festgehalten, sich noch auf der Hinterbühne befindet. Die Darstellerinnen, weil sie sich ebenfalls über lange Strecken von René Polleschs neuem Werk »Tod eines Praktikanten«  hinter den klapprigen Stellwänden tummeln. Dann sind nicht ihre echten Körper für den Zuschauer sichtbar, nur deren Videoabdruck auf dem Prospekt einer der Stellwände. Oft erklingen auch ihre Stimmen bloß elektronisch verstärkt, blockiert das Mikrophon den unmittelbaren Kontakt der Darstellerinnenstimme mit dem Zuschauerohr. Das ist gar nicht schlecht. Wenn sie nämlich auf ihre Technik verzichten, dann kreischen sie mit aller Kraft gegen die Musik an, wie das bei Pollesch so ist, und dann kriegt der empathische Zuschauer stellvertretend für die Schauspielerin Halsschmerzen.

Das Stück, mit ...

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