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13.01.2007 / Ausland / Seite 2

US-Luftangriffe auf Nomaden

Somalia: Wandernde Viehhirten an Wasserstelle getötet. Kritik aus Dschibuti am Vorgehen Washingtons. Militärschläge »kontraproduktiv«

Knut Mellenthin
Vor dem Regierungssitz in Mogadischu kam es am Freitag zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die von äthiopischen und US-amerikanischen Truppen protegierte »Übergangsregierung« hatte mehrere Warlords zu Gesprächen geladen. Während diese drinnen verhandelten, kam es draußen zu Schießereien, bei denen mindestens sechs Menschen starben.
Siebzig Nomaden wurden in den vergangenen Tagen nach Angaben der britischen Hilfsorganisation Oxfam vom Freitag bei US-amerikanischen und äthiopischen Luftangriffen auf mindestens vier verschiedene Ziele in Südsomalia getötet. Die wandernden Viehhirten hätten nachts an einer Wasserstelle gerastet und Feuer entzündet, um sich gegen Mücken zu schützen. Schon in den ersten Augenzeugenberichten war davon die Rede, daß bei den Angriffen auch viele Nutztiere getötet wurden.

Die US-Regierung ...

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