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13.01.2007 / Ausland / Seite 6

Den eigenen Knecht gehenkt

Saddam Hussein ist nicht wegen seiner Verbrechen bei seinen imperialen Zahlmeistern in Washington in Ungnade gefallen. Im Gegenteil – er beging sie in ihrem Auftrag

Mumia Abu-Jamal
In seiner Eigenschaft als militärischer Oberbefehlshaber hat US-Präsident George W. Bush entschieden, mehr Truppen in die irakischen Aufstandsgebiete zu schicken. Kurz vorher hat er die Symbolfigur seines Irak-Feldzuges, den vom US-Militär gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein, der bei seinen imperialen Zahlmeistern in Washington in Ungnade gefallen war, unter Schmähungen von vermummten Henkern aus Muqtada Al Sadrs schiitischer Mahdi-Armee hinrichten lassen.

Sein Verbrechen? Sicher wurde er weder für das Töten seiner schiitischen Opponenten noch für die Folter an seinen eigenen Landsleuten gehenkt. Denn auch nach den Ereignissen, für die er vor Gericht stand, haben ihm US-amerikanische Gesandte noch freundlich die Hand geschüttelt, ihn umarmt und mit ihm gescherzt. Unter diesen in Bagdad gern gesehenen Gästen war einst auch Donald Rumsfeld als Mitglied der Regierung Ronald Reagans. Auch er schloß Verträge mit Saddam Hussein ab und schickte ihm b...

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