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05.01.2007 / Ausland / Seite 7

Türsteher vor der Festung Europa

Massenabschiebungen in Marokko als Ergebnis der EU-Grenzpolitik. 6000 Flüchtlinge starben allein im vergangenen Jahr vor den Kanarischen Inseln

Birgit von Criegern

Behörden in Marokko haben die Weihnachtsfeiertage und das islamische Opferfest zum Jahreswechsel offenbar genutzt, um zum wiederholten Male Hunderte Menschen aus dem südlicheren Afrika abzuschieben. Vom 23. bis 25. Dezember wurden in Rabat Hunderte schwarzafrikanische Flüchtlinge aus ihren Häusern geholt und in Bussen an die algerische Grenze gebracht. Eine zweite Abschiebungswelle führten die marokkanischen Behörden am 30. Dezember durch; bis zu vierhundert Schwarzafrikaner wurden über die Grenze geschickt, berichtete das alternative Nachrichtenportal Indymedia. Dabei soll es auch zu Vergewaltigungen durch die Soldaten gekommen sein. Die Migranten wurden in freier Landschaft an der Grenze ausgesetzt und mit Schüssen nach Algerien getrieben. Hilfsorganisationen vor Ort taten ihr bestes, um die Flüchtlinge zu versorgen. Sie w...

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