Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
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18.12.2006 / Feuilleton / Seite 13

Spex und hopp

Über das Ende einer Legende

Wiglaf Droste
In der Pluralismus genannten Medienwüste sind unabhängige Zeitungen und Zeitschriften so überlebensnotwendig, daß man auch solche noch ganz in Ordnung findet, die einem nichts zu sagen haben oder tendenziell sogar richtig auf den Sack gehen. Spex, das klassische Blatt für Jungmänner mit riesiger Plattensammlung und entsprechend habituell gegen Null tendierendem Geschlechtsverkehr, fand ich immer langweilig, überflüssig, aufdringlich und vor allem grotesk überschätzt. Wer braucht schon Sätze wie diesen: »Glamour ist die idiosynkratische Persönlichkeit eines erratischen, steinalten Rockers, eine derridaid in sich selbst verschwindende, post-dekonstruktionistische Too-Pure-Band.« Solchen Seich öddelte der frühere Spex-Chefredakteur und -Herausgeber Diedrich Diederichsen zusammen, der zwar mitunter Gedankengang hat, aber vor allem einer der prononciertesten Schwafelköpfe ist, die von deutschem Boden je ausgingen.

Dem Blatt, das der Jazzrockfan Diedrichsen lang...

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